Hokushin Ittō-Ryū

Hokushin Ittō-Ryū Hyōhō ist eine Sōgo-Bujutsu Ryūha (vollständige Schule der Kriegskunst) die von ihrer Gründung in den frühen 1820er Jahren bis heute ununterbrochen überliefert wurde. Sie zählt zu den Koryū (traditionell japanische Kampfkunstschule) von denen heute noch etwa 100 existieren. Hokushin Ittō-Ryū bereitete als einer der drei stärksten und größten Ryūha der späten Edo-Zeit (Edo San-Dai-Ryū) ihre Mitglieder auf das Überleben und den Erfolg in Duellen und auf dem Schlachtfeld vor. Ihre tiefsinnige und reichhaltige Philosophie begleitet den Schüler dabei über den Kampf hinaus auf seinem Lebensweg.

Battōjutsu im Chiba-Dōjō in München.

Das Curriculum der Hokushin Ittō-Ryū setzt sich zusammen aus Kenjutsu (Techniken mit dem japanischen Schwert), Battōjutsu (Schwertziehen), Naginatajutsu (Techniken mit der Naginata) und Jūjutsu (Waffenlose Techniken). Der Schwerpunkt des Trainings liegt dabei auf dem Schwert.

Trainiert wird mit Übungswaffen aus Bambus (Shinai) und Holz (Bokutō), sowie später mit scharfen Schwertern (Shinken). Dabei werden sowohl Techniken für das japanische Langschwert (Katana) als auch das japanische Kurzschwert (Kodachi) erlernt. Sobald ein Schüler die Grundlagen erlernt hat, wird schrittweise dazu übergegangen diese im Freikampf (Gekiken) weiter zu vertiefen und zu perfektionieren. Dieser Freikampf wird üblicherweise mit Bōgu (Rüstung, wie sie auch im Kendō verwendet wird) und Shinai praktiziert.